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AUFBRUCH WOHIN?
ZUR SPIRITUALITÄT DER WEIZER
PFINGSTVISION
Fery Berger,
4. April 1995
Ich bin gebeten
worden, Aufbruch von einer spirituellen Seite her zu betrachten. Kurz
zu meiner Person: Mein Name ist Fery Berger, ich bin Theologe,
verheiratet und seit 1987 im pastoralen Dienst der Diözese
Graz-Seckau. Ich komme aus der Jugendarbeit. Und vor diesem Hintergrund
möchte ich versuchen, in diesem Einleitungsreferat spirituell
auch Aufbruch ins Bild zu bringen.
I. Ein
winterliches Szenario- Zur Situation unserer Kirche
Ich weiß
nicht, wer von
Ihnen vor 14 Tagen in Mariazell bei der Wallfahrt der Vielfalt war. Bei
mir ist ein starker Eindruck geblieben, nämlich das Wetter,
das
Anfang September schon winterlich war - stürmisch und
regnerisch.
Das ist mir sehr in Erinnerung, so wie die Schwester, die mir beim
Betreten der Basilika entgegenkam und mitteilte, dass der junge Abt von
Rein gestorben sei. Das war für mich so, als möchte
das
Wetter noch einmal zeigen, wie es um uns steht. Und ich glaube mit dem
großen Theologen Karl Rahner, dass wir uns in einer winterlichen
Kirchensituation befinden.
Im Winter ist alles Leben unter einer Schneedecke verhüllt. Es
ist schwierig, im tiefen Schnee voranzukommen. Es gibt Glatteisgefahr
und Winterdepression. Diese winterlichen Symptome gibt es auch in der
Kirche. Darüber kann man sich nicht hinwegschwindeln.
Trotz Schneebruch gibt es aber auch die Erfahrung, dass man schon im
Jänner oder Februar an manchen Hängen
Schlüsselblumen
sehen kann. Es gibt auch Erfahrungen von Aufbruch. Ich bin
Hobbyweinbauer und da war das heurige Jahr ein ganz ausgefallenes Jahr.
Nach einem äußerst strengen Winter hat der Wein viel
zu
spät ausgetrieben. Aber in drei besonders schönen
Wochen im
Juni konnte er wieder alles aufholen. Die Blüte war sogar eine
Woche früher als in gewöhnlichen Jahren. Wie die
Natur
ausgleichend wirkt! Nun könnten wir fragen - skeptisch oder
nicht
- wo sind diese drei Wochen in der Kirche? Sind sie schon in Sicht?
Kehrt sich etwas um? Ist Aufbruch in Sicht? Wenn Bischof Weber in
seiner Mariazeller Predigt sagt, was wir jetzt erleben, ist wie die
Geburt einer neuen epochalen Gestalt der Kirche, so ist dies meine
erste wesentliche These: Die Zeit, in der wir jetzt leben ist nicht
eine Krise, die nur durch innerkirchliche Turbulenzen
ausgelöst
wurde, sondern wir befinden uns in einem epochalen Übergang
der
Kirche. Das ist also nicht eine Krise von Jahren oder Jahrzehnten, das
ist ein Übergang von Jahrhunderten. Um Karl Rahner zu
zitieren: "
Ein Jahrtausend einer christlich homogenen Gesellschaft in Europa geht
zu Ende. Zu Ende geht eine Zeit, in der Christsein eine geschichtliche
und gesellschaftliche Selbstverständlichkeit war, die oft mit
dem
eigentlichen Leben nichts zu tun hatte."
Ein zweites Bild als Weinbauer lassen Sie mich gebrauchen. Ich sehe die
Kirche in einem Gärungsprozess und als Weinbauer
weiß ich,
dass Gärung etwas ausgesprochen Wichtiges und Gutes ist. Die
Qualität des Weines hängt wesentlich davon ab, wie
die
Gärung vor sich geht. Dabei wird Most in Wein umgewandelt aus
dem
Zucker wird Alkohol. Gärung ist also ein
Läuterungsprozess,
zum Schluss ist der Trub unten und der Wein oben. Auch in der Kirche
läutert sich etwas. Ich zitiere Paul M. Zulehner: "Zu Ende
gehen
fünf Jahrhunderte, in denen der Staat und die Kirche eng
verknüpft waren. Staat und Gesellschaft haben uns verlassen,
so
leid es uns freut. Die Kirche befindet sich in einer Zeit des
Übergangs. Wie im Chinesischen das Wort Krise aus zwei Silben
besteht, Gefahr und Chance, so soll die alte Gestalt friedlich sterben
können. Mitten im Sterben wächst aber schon eine neue
Gestalt
von Kirche. All unsere Kräfte gilt es in diese neuen
Aufbrüche zu stecken."
Es geht, glaube ich, eine Gestalt von Kirche zu Ende, die wir als eine
"Kirche für das Volk" bezeichnen könnten. Es gab
einen
wesentlichen Trennstrich zwischen Klerikern und Laien. Die Kleriker
versuchten flächendeckend die Laien zu beseelsorgen. Seit dem
2.
Vatikanischen Konzil wandelt sich die Kirche zunehmend zu einer "Kirche
des Volkes".
II. Eine
Spur des Aufbruchs - Die Weizer Pfingstvision
Als Zeuge einer
solchen Spur darf
ich Ihnen kurz von unseren Weizer Erfahrungen berichten. Es begann in
der Jugendarbeit. 1989 gab es in Weiz ein steirisches Jugendtreffen
unter dem Motto "Wir haben einen Traum". Jugendliche führten
ein
Musical über Martin Luther King auf. In einem intensiven
gemeinsamen Prozess wurde eine Vision formuliert:
Wir haben einen Traum von einem neuen
Aufbruch in
unserer Kirche. Wir haben einen Traum von Menschen, die Gott erfahren
und Gemeinschaften bilden. Wir haben einen Traum von Christen, die das
Dunkel in der Welt licht machen und die Botschaft von der Befreiung
verwirklichen.
Diese Vision entfaltet sich jetzt Jahr für Jahr. Die
Erfahrungen
dieses Prozesses wurden in der Weizer Pfingstvision zusammengefasst.
Quellen dieses Aufbruchs sind für uns mystagogische
Erfahrungsträume. In Meditationstagen,
Pastoralseminaren, etc. geht es zuallererst um Glaubenserfahrungen.
Quellen des Aufbruchs sind auch Orte der Solidarität,
wo Menschen aus einer gemeinsamen Not heraus sich solidarisieren und
politisch werden. Eine dritte Quelle sind Konziliare Prozesse,
wie es das 1. Weizer Pfarrkonzil z.B. war. Dabei geht es um eine
gläubige Kultur der Konsensfindung in christlichen
Gemeinschaften.
III. 2
große Aufbruchsbewegungen
Eine Geschichtliche Vergewisserung.
Mich
persönliche faszinieren
zwei Gestalten in der Kirchengeschichte. Franziskus von Assisi und
Ignatius von Loyola. Wie ist bei diesen beiden Erneuerung von Kirche
geschehen? Auch spirituell betrachtet. Was haben diese beiden Gestalten
gemeinsam, und was ist da geschehen, dass zwei so große
Aufbruchsbewegungen zustande kamen? Ich will versuchen, Gemeinsamkeiten
aus den Biographien der beiden Heiligen herauszuschälen und
dann
zu hinterfragen, wie sich da Kirche erneuert hat. 300 Jahre liegen die
Geburtstage der beiden auseinander. Beide werden in Zeiten eines
großen Umbruchs hineingeboren. Bei beiden entsteht zu ihrer
eigenen Zeit etwas völlig Neues in der Kirche.
Franziskus wird 1191 geboren, mitten ins Hochmittelalter. Es ist der
Übergang von einer feudalen zu einer bürgerlichen
Gesellschaft. Die Kirche befindet sich am Höhepunkt ihrer
irdischen Macht. Größte Schwierigkeiten hat sie mit
Waldensern, Albigensern und anderen Irrlehrern. Es ist die Zeit des 4.
Laterankonzils.
Ignatius wird 1491 an der Schwelle zur Neuzeit geboren. Es ist die Zeit
Martin Luthers und des Trienter Konzils.
In der Psychologie beider Jugendlicher ist mir aufgefallen, dass beide
eine starkes Verlangen nach Ruhm gehabt haben, und einen Drang
schwierige Dinge anzugehen. Beide bringt eine Krankheit aus dem Tritt;
den zwanzigjährigen Franziskus in Perugia und den
dreißigjährigen Ignatius in Pamplona. Dann beginnt
ein
intensives Suchen nach der eigenen Berufung und die Umkehr; sieben
Jahre dauert die Wüstenerfahrung bei Franziskus. Ignatius
braucht
15 Jahre, bis er erkennt, dass er einen Orden gründen soll.
Beide engagieren sich sozial. Franziskus widmet sich
Aussätzigen,
Ignatius arbeitet in einem Spital. Eine Vision spielt bei beiden eine
wichtige Rolle. Nach diesen Berufungsgeschichten beginnen beide
Gemeinschaften um sich zu sammeln.
In der damals bekannten Welt wird in der Folge Unglaubliches
ausgelöst. Innerhalb von 16 Jahren hat die Gemeinschaft des
Franziskus 5000 Brüder, die sich zu Pfingsten versammeln, die
auf
alles verzichten und in einer Kutte durch Europa ziehen. Bei Ignatius
sind es 1000 Mitglieder, die sich um ihn scharen.
Was ist denn da möglich geworden, von dem was wir heute in
unserer
Kirche erträumen oder ersehnen, oder schon erleben?
Das Leben beider Heiliger zeigt: Gott ist es, der seine
Kirche baut. Beide Persönlichkeiten sagen, dass alle
wesentlichen Schritte in ihrem Leben sola gratia, nur durch Gnade
geschehen sind. Es ist ein Leben in der Weise des Empfangens. Gott
baut seine Kirche, indem er zuerst Menschen hinzufügt,
die Gotteserfahrungen machen, ihre eigenen Berufungen
entdeckenund ihre Charismen entfalten. Franziskus und
Ignatius ziehen sich nicht zurück, sondern bleiben am Puls der
Zeit und sind politisch, sozial tätig. Sie bilden
Gemeinschaften um sich.
Zwei Prinzipien sind beiden Heiligen gemeinsam: Zuerst eine selbstverständliche
Kirchlichkeit.
Sie bleiben in der alten "dekadenten" katholischen Kirche; Ignatius
musste neun Inquisitionsverfahren über sich ergehen lassen.
Trotzdem bleibt er unbeirrbar seiner Kirche treu: "Mehr durch Beispiel
als durch Worte wirken", war das Lebensmotto des Hl. Franziskus. Nicht
Energie gegen etwas, sondern für etwas aufbringen, ist
sinnvoll.
Bei Franziskus fehlt jedes kritische Wort gegen die sogenannte
Amtskirche, aber auch gegen die Irrlehrer. Der Weg war durch Beispiel
klarzumachen. Das hat aber auch gar nichts mit Unterwürfigkeit
zu
tun. Es ist Loyalität. Ist es nicht ein Zeichen von Unglauben,
zu
behaupten, nur ich weiß, wie es mit dieser Kirche weitergeht?
Man
kann also insofern nie fehl gehen, wenn man kirchlich ist. Nicht
unterwürfig, aber loyal. Franziskus und Ignatius bewirken auch
in
strukturellen Fragen unheimlich viel mit dieser Methode. Franziskus
erreicht die Laienpredigt. Für seine Mitbrüder und in
seinem
Orden stellt er das ganze Hierarchieprinzip auf den Kopf. Ignatius'
Orden war der erste ohne Ordensgewand und ohne gemeinsames Chorgebet.
Etwas Zweites: es gibt ein missionarisches Prinzip.
Wessen Herz voll ist,
dessen Mund geht über. Auch Jesus schickt seine
Jünger
hinaus. Auch die Jünger warten nicht, bis nach vielen Jahren
sich
eine perfekte Gemeinde gründet, sie gehen gleich hinaus.
IV.
Spirituelle Wegzeichen eines Aufbruchs
Vier biblische Bilder
Ich möchte
vier biblische
Bilder beleuchten, die etwas von Aufbruch bezeugen. Das erste Bild, das
vom Senfkorn (Mk. 4, 30-32). Aus ganz klein wird riesengroß.
H.
Hesse sagt: "Das, was sie Fortschritt nennen, vollzieht sich wie die
ganze geistige Geschichte der Menschheit nicht in der Masse, sondern in
einer kleinen Minderheit von Menschen, die eines guten Willens sind.
Das war immer so. Überall da, wo diese kleine Minderheit Macht
erlangt, entsteht für einen Augenblick das Göttliche
auf der
Erde. Religion, Kultur. Und unsere Aufgabe ist es nicht, die
unkorrigierbare Welt zu belehren, sondern immer wieder diese Minderheit
zu bilden und das bedrohte kleine Reich Gottes nicht aussterben zu
lassen."
Aus einer kleinen Gemeinschaft Gleichgesinnter, wo Geist und Motivation
stimmen, kann unendlich viel werden. Da steckt unheimlich viel geistige
Kraft dahinter. Visionen entwickeln Kräfte, die einen Zustand
in der Zukunft nicht nur sehen, sondern ihn schon jetzt schaffen. Sie
bringen Orientierung, Bewegung, Motivation und Aufbruch.
In der Kirche sehe ich grundsätzlich zwei Triebquellen
für Aufbruch: Vision oder enormer Leidensdruck.
"Sobald der Geist auf ein Ziel gerichtet ist, kommt ihm vieles
entgegen. Ferne Gedanken und Sachen entlaufen ihren Gefügen
und
eilen ihm zu." (Hans Corossa)
Das ist die Erfahrung des "es wächst".
Dinge kommen; die richtigen Ereignisse mit den richtigen Leuten zur
richten Zeit am richtigen Ort. Alles muss sich entwickeln und wachsen,
organisch wachsen. Alles was mit Gewalt schnell hochwächst,
birgt
die Gefahr des raschen Zusammenbruchs in sich.
Als zweites biblisches Bild möchte ich das vom guten Hirten
verwenden (Joh. 10, 1-10). Dahinter sehe ich eine tiefe
Spiritualität pastoraler Arbeit. Der gute Hirte geht durch die
Tür offen in den Stall hinein. Er schleicht sich nicht ein. Er
ist
gewaltfrei und ehrlich. Er ruft die Schafe einzeln beim Namen. Er muss
auf die Leute zugehen, nennt sie beim Namen und befreit sie. Er
führt sie hinaus. Das ganze ist das Bild einer Weggemeinschaft.
Der Weinstock und die Reben (Joh. 15, 1-8). Es kommt alles darauf an
mit diesem Weinstock verbunden zu bleiben. Das Herz kirchlicher
Erneuerung liegt in dieser Spiritualität, dass Menschen
Gotteserfahrungenn machen können. Im Kern ist diese Erfahrung
Christus-begegnung, Auferstehungs- und Todeserfahrung. Wie bleiben wir
heute mit diesem Weinstock verbunden?
Das letzte biblische Bild ist das des Aufbruchs (Mk. 16, 1-8). Die drei
Frauen, die zu Sonnenaufgang zum Grab gehen, um den toten Jesus zu
salben. Auch das ist für mich ein Bild für die
heutige
Kirche, die oft nur noch Totenrituale zelebriert. Die Frauen haben eine
Todeserfahrung gemacht, sind tief deprimiert. Ihr ganzes Lebensideal
ist in sich zusammengebrochen. Wer wird den Stein wegwälzen?
Wer
löst uns die Probleme, fragen wir heute. Und dann machen sie
ihre
Auferstehungserfahrung und bekommen den Auftrag, sich auf den Weg zu
machen. Sie sollen aufbrechen. Aufbruch ist also eine Reaktion auf die
eigene Todes- und Auferstehungserfahrung. Insofern ist mir alles
vorschnelle und zu lockere Gerede von Aufbruch
äußerst
suspekt. Aufbruch geschieht, wo Menschen aus dieser Todes- und
Auferstehungserfahrung heraus leben. Wo sich viele solche Erfahrungen
bündeln, geschieht Bewegung. Für Markus
heißt Aufbruch,
Jesus nachzugehen nach Galiläa. Die Botschaft aufzubrechen
kommt,
wie auch oft in der Kirchengeschichte, nicht vom Amtsträger
Petrus, sondern von den Frauen. Lassen sie mich zum Schluss sieben
Schritte formulieren zum Thema "Aufbruch wohin?", das Sie mir gestellt
haben.
"Aufbruch
wohin" - Sieben Schritte
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1.
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Aufbruch ist
ein Geschenk, das Wesentliche ist nicht machbar.
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2.
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Der Aufbruch
lebt aus der Kraft der Vision.
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3.
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Aufbruch
geschieht durch Menschen, die aus einer Gotteserfahrung heraus sich
bewusst entscheiden, ChristInnen zu sein.
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4.
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Aufbruch
geschieht durch
ChristenInnen, die aus einer lebendigen Beziehung zu Christus den Weg
ihrer Berufung gehen und ihre Charismen entfalten.
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5.
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Quellen des
Aufbruchs sind mystagogische Erfahrungsräume, Orte der
Solidarität und Konziliare Prozesse´.
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6.
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Kirchlichkeit
ist ein
Grundprinzip dieses Aufbruchs. Eine tiefgreifende Reform der Kirche
kann es nur geben, wenn es gelingt, Amtsträger zu gewinnen,
den
Weg der Erneuerung mitzugehen.
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7.
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Einen neue
missionarische
Gesinnung ist die Voraussetzung für diesen Aufbruch. Er
geschieht
im Wesentlichen auch in einer Öffnung zur Welt.
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Es ist mir wichtig den Aufbruch nicht nur in einer Elitetruppe
innerhalb der Kirche zu sehen.
Aufbruch hat stark zu tun mit einer Öffnung zur Welt.
Ich schließe mit dem Schluss der Pfingstpredigt, die Paul M.
Zulehner 1995 in Weiz gehalten hat:
"…Und um nichts anderes, als um diese Erneuerung der Welt,
ja
der ganzen Schöpfung geht es Gott in seinem Heiligen Geist,
dessen
Fest die Kirche heute begeht. Er wird das Angesicht der Erde erneuern:
mit uns, ohne uns und leider manchmal auch gegen uns. Aus dem "WIR
BRECHEN AUF!" wird so unbemerkt ein "Gottes heiliger Geist bricht auf";
die verschlossenen Tore unserer Herzen ebenso wie die versteinerten
Strukturen einer alt und unfruchtbar gewordenen Kirche. Das
gehört
für mich zum Weizer Traum, dass wir wie die ersten
verschreckten
ChristInnen hinter verschlossenen Kirchentüren randvoll werden
mit
jenem Geist, der uns den Mut gibt, zur Erneuerung von uns selbst, der
Kirche und damit dem Land, in das uns Gott hineingestellt hat. Aufbruch
ist also die Losung für heute und morgen."
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