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pfingstArt 08
Mittwoch_30.April_19.00
forumKloster, Gleisdorf
Josef
Taucher - Ausstellung
Donnerstag_Christi Himmelfahrt_1.Mai_19.00-22.00
Kulturkeller am Weizberg
Thomas
Glavinic - Lesung
Arnold Mettnitzer - Podiumsgespräch
Raimund Wurzwallner - Franz Kafka - Ein Bericht für eine
Akademie
Hans Jandl - Ausstellung
Beleuchteten
schon vorangegangene Themenabende zeitspezifische Lebenswirklichkeiten,
die von sozialer Ausgrenzung und Gewalt geprägt sind, wird
heuer mit einer Lesung des Schriftsteller Thomas Glavinic
und einer szenischen Aufführung eines Monologs von Franz
Kafka (durch Raimund Wurzwallner), das
Absurde in unserer Lebenswelt betont. Ein weiterführendes
Gespräch dazu leitet der Theologe und Psychotherapeut Arnold
Mettnitzer.
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Ausstellung
Josef Taucher liebt
windumbrauste Gipfel und steile Wände. In seinen Bildern malt
er
die raue Frische einer so realen wie imaginären Bergwelt. "Alles
ist wirklich. Und alles ist erfunden." Alles ist wirklich:
Die schroffen Felsen. Die fallenden Wasser. Die Himmel in
unterschiedlichstem Blau. Die Wolken. Der Wind, der über die
Bergkanten fetzt, das Wasser bewegt, die Almen bestreicht, die Wolken
in Form bringt, beziehungsweise diese Form zu ständigen
Verwandlungen nötigt. Alles erfunden: Tauchers Montage all
dessen zu gänzlich neuen Landschaften, in denen oben unten,
das Harte weich, vorne hinten ist und der Wind die Wolken auch in die
Senkrechte peitschen kann. Textzitat: Walter Titz
Lesung
Thomas Glavinic hat mit "Die
Arbeit der Nacht" (2006) einen eindringlichen Roman über die
Einsamkeit, den Wahnsinn, die Nacht und das Schweigen der Dinge
geschrieben. Was bleibt, wenn keiner mehr da ist, nicht einmal ein
Tier? Die Stille. Die Dinge. Die Zeit. Und die eigenen Träume.
"Die Hölle sind nicht die anderen."
Wie es Thomas Glavinic gegangen ist, nachdem er "Die Arbeit der Nacht"
beendet hat, das erfährt man in seinem neuen Roman "Das bin
doch
ich" (2007). Ein Verwirrspiel mit Identitäten wollte er
treiben,
sagt Thomas Glavinic: "Ich weiß ehrlich gesagt selbst nicht
mehr
genau, was davon Realität ist, oder der Realität
entnommen,
und was erdacht ist, ich habe keine Ahnung."
Podiumsgespräch
Arnold Mettnitzer ist
Psychotherapeut und Theologe. Mit ein bisschen Glück sprechen
er und Thomas Glavinic über Traum und Wirklichkeit.
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Theater
Franz
Kafka - Ein Bericht für eine Akademie
Raimund Wurzwallner
Ein Affe... ein
menschlicher
Affe... ein äffischer Mensch... wendet sich an die hohen
Herren
von der Akademie und berichtet ihnen seinen Lebens- und Leidensweg. Wie
man ihn dressierte und ihn Stück für Stück
vermenschlichte... "Eine bissig-zynische Abrechnung Kafkas
mit der zivilisatorischen Dekadenz." In einer wunderbaren
Inszenierung der literarischen Vorlage sucht Raimund Wurzwallner wieder
einmal die extreme Nähe zum einzelnen Zuschauer und vermittelt
jedem einzelnen eine bleibende, ergreifende Emotion. Mit einem Affen
aus der Spielzeugabteilung verleiht Wurzwallner dem Monolog jenen
Schuss Ironie, den Kafka selbst in sein düsteres
Prosastück einfließen ließ.
>Weitere
Infos (pdf)
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